Grandiose Bergwanderwoche 2019 der Naturfreunde Lachen

Grandiose Bergwanderwoche 2019 der Naturfreunde Lachen

Am Samstag 24. August 2019 traf sich eine muntere Schar von 19 fröhlichen Wanderern der Naturfreunde Lachen zur Bergwanderwoche 2019, die von Erstfeld nach Bodio über den neuen Gotthardtunnel führte, unter der kundigen Leitung von Fredy Zimmermann und Roman Derungs.
Nach Ankunft in Erstfeld gab es zum eigentlichen Start der Tour erstmal feinen Kaffee und Gipfeli. Hernach begab sich die Wanderschaft zur altehrwürdigen Seilbahn nach Schwandiberg von wo die 1. Etappe dem Hang entlang, über die Silenerberge und eine herausfordernde Hängebrücke nach Golzern startete. Am späten Nachmittag und bei strahlendem Sonnenschein dort angekommen, galt es sich im Lager einzurichten und sich für das feine Nachtessen (kruster Schweinebraten) bereit zu machen. Einige genossen den Abend ausgiebig bei See- und Bergsicht und einem hübschen Regenbogen und mit interessanten Gesprächen und Geschichten.

Nach dem feinen Frühstück ging es dann mit der Seilbahn nach Bristen, wo die Wanderung durch das noch kühle Etzlibachtal zur Etzlihütte begann. Unterwegs in der Alpwirtschaft genossen wir die frische Joghurt und feine Milchdrinks. Ein stetiger Aufstieg von total 1‘250 Höhenmeter wurde am Ziel mit einem köstlichen Bier begossen und gefeiert und die noch warmen Sonnenstrahlen genossen. Eine kleine Gruppe nutzte die Zeit und machte einen Abstecher zum Spillauisee. Etwas oberhalb nutzte die Gruppe die Wärme der Luft und eines Badebeckens im Bach, um sich kurz zu erfrischen im überraschend warmen Wasser. Vereint in der Hütte genossen die Naturfreunde das vom Wirtepaar liebevoll zubereitete Risotto mit geschnetzeltem Poulet.

Um 8.00 Uhr morgens galt es, den „Mittelplatten-Pass“(2488 m) zu bezwingen, weitere 500 Höhenmeter. Oben angekommen durften die Teilnehmer aber eine prächtige Rundsicht über die Urner und Bündner Bergwelt geniessen. Roman trumpfte wiederum mit seinen Kenntnissen über diese Bergwelt auf und beschrieb uns alle Gipfel. Dann begann der zu Beginn steile Abstieg durch das Val Mila nach Sedrun, wo wir mitten im Dorf in einem Hotel Unterkunft fanden. Die Zimmer mit Dusche fanden grossen Zuspruch. Auf dem Speiseplan stand heute Piccata mit Tomaten-Spaghetti.

Nach einem ausgezeichneten und variantenreichen Frühstück starteten die Wanderer zur nächsten Etappe nach Curaglia. Der Weg durch reiche Tannenwälder begeisterte das Herz aller Pilz-Enthusiasten. Immer wieder wurde beklagt, die zahlreichen Steinpilze einfach so stehen lassen zu müssen. In Mompé Medel genossen wir bei bestem Wetter einen prächtigen Blick auf Disentis und ins Val Medel. Viele nutzten die Gelegenheit für ein „Gelato artigianale“ bevor der Weg weiterführte nach Curaglia. Abends im Hotel ging es ans Salatbuffet und weiter mit Gratin, Gemüse und Rindsvoressen.

Am Mittwoch stand nun die längste Etappe mit fast 20 km zum Hospiz auf dem Lukmanierpass an. Stets gemächlich ansteigend ging es an der neuen, modernen Kapelle in Acla vorbei, die alte und das halbe Dorf war durch einen Lawinenniedergang am 6. April 1975 zerstört worden. Die eindrückliche Mauer des Stausees Santa Maria wurde erklommen. Da es um die Mittagszeit bei der Staumauer erstmals in dieser Woche zu regnen begann, und weil wegen Bauarbeiten der längere Weg am westlichen Ufer entlang genommen werden musste, freute sich die Wanderschar wiederum auf ein genüssliches 4-Gang-Menu im Hospiz.
Beim Hospiz angekommen schien gleich wieder die Sonne und begleitete uns für den Rest der Woche mehr oder weniger intensiv.

Gut ausgeruht und gestärkt durch das ausgiebige Frühstücks-Buffet konnten die Naturfreunde erholt und entspannt den Passo Predèlp (2‘450 Meter) in Angriff nehmen. Entlang vom Bach, durch wunderschöne Bergföhren, Arven und Lärchen Wälder und über frisch mit Geröll übersäte Alpweiden vom kürzlichen Unwetter ging es zuerst etwas abwärts. Dann folgte der schöne und abwechslungsreiche Aufstieg vorbei an einem Seelein zum Passo. Nach dem herausfordernden Abstieg führten uns die beiden Wanderleiter auf einem herrlichen Waldweg dem Berghang entlang von Sopra Predèlp zur Capanna Prodör, von wo wir freien Blick über die Leventina hatten. Die wieder erstarkte Sonne genossen wir bei einem Feierabend-Bier. Und heute wurde der Gaumen nochmals richtig verwöhnt; ein höchst zarter Haxen mit Polenta – es wurde still im Esszimmer. Mit fröhlichen Liedern, Geschichten und Witzen klang der Tag aus.

Am Morgen wurden wir vom Hüttenpaar mit frischem Brot, Tessiner Brotkuchen und Melonen verwöhnt, bevor ein grösserer Abstieg entlang der Talflanke nach Anzonico anstand. Mal auf, mal ab, auf Wiesen, durch Wälder und schmucke kleine Dörfer. In der Osteria angekommen gönnten sich die einen ein frisches Bier, andere die selbstgemachten Gelati des Hauses, eine willkommene Erfrischung.

Am Samstag, 31. August 2019 stand noch der eher kurze, aber anspruchsvolle Abstieg über den steilen Felsabhang nach Bodio hinunter an. Zufrieden die 100 km, 5830 Meter Aufstieg und 6050 Meter Abstieg in 35 Stunden reiner Marschzeit geschafft zu haben, lagen sich die Teilnehmer am Fusse der Tessiner Bergketten in den Armen und beglückwünschten sich zu dieser ausserordentlichen Leistung. Als Preis winkte noch ein kulinarisches Tessiner Prachtstück, ein Rindsbraten mit selbstgemachten Nudeln und einem Panna Cotta zum Schluss. Schon bald fand die erlebnisreiche, naturnahe und bestens organisierte Reise der Naturfreunde Lachen in Pfäffikon für alle ein glückliches und freudiges Ende.

Ticino hat uns gefallen, im nächsten Jahr soll es am Ceneri und im Sottoceneri weitergehen. Kommen sie mit uns!

Die Naturfreunde Lachen

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